Jetzt sind die Schäden an den Rosskatanien wieder deutlich zu sehen. Die Miniergänge zeigen sich als helle Flecken auf den dunkelgrünen Blättern. Große Städte sind im Spätstadium bereits während des Sommers durch braune Bäume geprägt. Es gibt wenig pflanzenfressende Tiere auf der Kastanie, die besagte Minen bilden. So ist die Bestimmung der Rosskastanien-Miniermotte eigentlich einfach. Allerdings können die Minen mit einem Pilz bzw. mit Salzschäden verwechselt werden.

Um sicher zu gehen, kann man das Blatt gegen das Licht halten. Handelt es sich dabei um eine Mine, wird man eine Larve oder eine Puppe erkennen können. Die Wirtspflanze bei uns in Europa ist die Weißblütige Rosskastanie. Auf der Rotblütigen Rosskastanie werden zwar auch Eier abgelegt, die schlüpfenden jungen Larven sterben jedoch überwiegend ab, daher haben sie dann im Sommer oft noch grüne Bätter. Die benachbarten Weißblütigen Rosskastanien dagegen sind dann bereits volkommen braun. Eine Bekämpfung der Tiere ist in einer belebten Stadt nicht möglich. Die Motte hat zwar mit den Vögeln natürliche Feinde, doch mit der großen Befallsdichte kommen sie kaum zurecht.

Der Gartenbesitzer kann durch Entfernen des Herbstlaubes zu einer deutlichen Senkung des Befalls im Folgejahr beitragen. Selbst wenn zum Spätsommer die Blattschäden wieder zunehmen, ist diese Maßnahme sinnvoll. Der Baum hat so genügend Zeit für den Aufbau von Reservestoffen.

 

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